„Anti-Work – Warum wir Arbeit ganz neu denken müssen!“ – Nachbericht zum Gastvortrag

Wie sieht die Zukunft der Arbeit und der Bildung aus? Welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren spielen dabei eine Rolle und wie wirkt sich das alles auf das Arbeitsleben aus? Diese und mehr Fragen beantwortete Franz Kühmayer den über 70 interessierten Zuhörer_innen.

Der Masterstudiengang Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie und das Alumni-Netzwerk der FernFH luden Studierende, Absolvent_innen, Lehrende und Mitarbeiter_innen der Ferdinand Porsche FernFH zu einem spannenden Gastvortrag mit Franz Kühmayer, Zukunfts- und Trendforscher am Zukunftsinstitut und Lehrender an der FernFH, ein. Unter dem Titel „Anti-Work – Warum wir Arbeit ganz neu denken müssen!“ zeigte der Vortragende auf, dass gesellschaftliche Entwicklungen in Zukunftsprognosen zu wenig herangezogen werden. So auch beim aktuellen Thema der Digitalisierung – hier ist anzunehmen, dass der gesellschaftliche Wandel im Bereich der Arbeit weit radikaler ausfallen wird als der technologische.

Die neuen Prinzipien der Arbeit.

Kühmayer prophezeit, dass unterschiedliche Prinzipien der Arbeit künftig neu gedacht werden müssen:

  • Arbeitsteiligkeit, Produktivitätsmessung und das Prinzip es muss immer einen besten Weg geben Arbeit zu verrichten, werden aufgebrochen und neu definiert.
  • Geographischen Grenzen der Arbeit lösen sich noch weiter auf.
  • Work-Life-Balance ist essentiell in der Arbeitsgestaltung der Zukunft. Die persönliche Erfüllung im Beruf wird dem/der Einzelnen immer wichtiger.
  • Mobile-Working-Arbeitsmodelle nehmen weiter zu. Als Konsequenz müssen die Zusammenarbeit im Team und die Schaffung von Unternehmenskultur neu gedacht werden.
  • Klare Strukturen, die Führung früher bestimmt haben, werden sich immer mehr auflösen. Vernetzung im Unternehmen ist die neue Führung.
  • Führung findet zukünftig ganz nahe am Menschen statt. Soziale und empathische Kompetenzen werden mehr zählen als bisher. Das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse der Mitarbeiter_innen wird die neue Herausforderung der Führungskräfte.

Zum Abschluss des Vortrages folgert Kühmayer aus dem veränderten Arbeitsverständnis auch die Notwendigkeit Bildung neu zu denken. Weg vom Fokus auf Wissensvermittlung hin zum kompetenzübergreifenden Lernen. Denn es braucht künftig Menschen die das System weiterentwickeln können, die innovativ denken und einen Blick auf das große Ganze haben.

Nach einer ausführlichen Fragerunde fand der Abend bei Getränken, Snacks und spannenden Gesprächen den perfekten Abschluss.

Für alle die eine ausführliche Zusammenfassung des Vortrages lesen wollen – Hier geht es zur Langversion.