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Studierende Katrin Kosche & Denise Beichler im Gespräch: Wenn sich das Studium dem Leben anpasst – und nicht umgekehrt.
Sie kennen einander aus der Arbeit, teilen denselben Antrieb – und sitzen nun gemeinsam im selben Studiengang. Katrin Kosche und Denise Beichler sind diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, selbstständige Unternehmerinnen und seit 2025 Studentinnen des Bachelorstudiengangs Aging Services Management an der Ferdinand Porsche FERNFH.
Wer Katrin Kosche und Denise Beichler begegnet, trifft auf zwei Frauen, die wissen, was sie wollen – und die es gewohnt sind, viel gleichzeitig zu tragen. Beide arbeiten bei der BEKO Pflegevermittlung und Beratung OG, einem Unternehmen, das sich auf die Vermittlung von Betreuungspersonen im häuslichen Bereich und die 24-Stunden-Pflege spezialisiert hat. Dazu kommt jeweils eine eigene Selbstständigkeit. Und dennoch haben sie sich 2025 entschieden, ihrem ohnehin vollen Leben noch etwas Wesentliches hinzuzufügen: ein Fernstudium.
Katrins Weg zur FERNFH begann mit einer Empfehlung des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands (ÖGKV). Bevor sie sich für den Bachelor entschied, testete sie das Studienmodell über ein Micro-Credential – eine akademisch fundierte, kompakte Weiterbildungseinheit. Sie wollte wissen, ob sich Fernstudium, Familie und Beruf wirklich vereinbaren lassen. Die Antwort kam schnell.
„Die Mischung aus Fernphasen und Präsenzphasen ist so gut organisiert, dass ich mein Studium gut in meinen Alltag integrieren kann. Ich finde außerdem, dass alles sehr professionell aufbereitet ist – das ist mir persönlich wichtig.“
Katrin Kosche
Denise hingegen erfuhr von der Möglichkeit durch Katrin selbst – ihre Arbeitskollegin und Freundin. Heute gehen die beiden gemeinsam durch das Studium, und diese Konstellation ist mehr als ein glücklicher Zufall. Sie ist Ausdruck einer geteilten Überzeugung: dass der nächste Schritt in der eigenen Entwicklung nicht warten sollte, bis der Alltag ruhiger wird. Denn das tut er nicht.
Den Ausschlag für den Studiengang Aging Services Management gab bei beiden die inhaltliche Überzeugung. Das Curriculum trifft genau jenen Schnittpunkt, an dem ihre berufliche Realität liegt: Gesundheitsversorgung, Management, Organisationsentwicklung. Für Katrin eröffnet das Studium zudem eine langfristige Perspektive – sie kann sich vorstellen, später selbst an einer FERNFH zu unterrichten. Denise denkt konkreter in die Gegenwart: Sie möchte ihr betriebswirtschaftliches Wissen ausbauen, um Prozesse in ihrer Selbstständigkeit weiter zu professionalisieren. Und bereits jetzt, im laufenden Studium, merkt sie, dass sich das auszahlt.
„Bereits während des Studiums konnte ich neue Perspektiven gewinnen, mein Verständnis für wirtschaftliche und organisatorische Zusammenhänge vertiefen und einzelne Inhalte direkt in der Praxis umsetzen, was ich als großen Mehrwert empfinde.“
Denise Beichler
Lernen dann, wenn es geht, und dort, wo man gerade ist
Es wäre unehrlich zu behaupten, dass ein Fernstudium neben Vollzeitbeschäftigung, Selbstständigkeit und privatem Leben keine Anforderungen stellt. Katrin spricht das offen an: Wenn Prüfungen, Einzelarbeiten und Gruppenarbeiten gleichzeitig anstehen, kommt man unweigerlich an Grenzen. Der Unterschied liegt darin, wie man mit diesen Grenzen umgeht.
Katrin hat für sich einen Rhythmus gefunden, der ihrer Lebensrealität entspricht. Durch ihre Selbstständigkeit kann sie den Tag flexibel einteilen: Arbeit, dann Studium, dann wieder Arbeit – oder umgekehrt. Das Lernen passiert nicht im Block, sondern in den Fenstern, die sich auftun. Was ihr dabei hilft, ist nicht Disziplin im klassischen Sinn, sondern eine Art innerer Klarheit darüber, wofür sie das alles tut.
„Das Studium selbst gibt mir unglaublich viel Energie. Es motiviert mich, weil ich weiß, dass ich mir damit neue Perspektiven eröffne und mein Wissen vertiefe. In stressigen Phasen versuche ich, mich nicht hineinzusteigern. Wenn ich merke, dass es zu viel wird, lege ich eine kurze Pause ein – und dann geht es wieder weiter.“
Katrin Kosche
Denise setzt auf Struktur. Als diplomierte Pflegeperson ist sie es gewohnt, auch unter Belastung lösungsorientiert zu denken – eine Fähigkeit, die ihr im Studienalltag unmittelbar zugutekommt. Feste Lernzeiten, ein aufgeräumter Arbeitsplatz, realistische Erwartungen an sich selbst. Und: der Austausch mit der Peergroup. In herausfordernden Phasen ist es oft genau dieses Netz, das trägt.
Die Volkswirtschaftslehre hat Denise dabei besonders gefordert – und gerade deshalb beeindruckt. Eine Materie, in die sie sich neu einarbeiten musste, ohne vorgängige Berührungspunkte.
„Die Inhalte dieser Lehrveranstaltung stellen für mich eine völlig neue Materie dar, in die ich mich erst intensiv einarbeiten musste. Gerade diese Herausforderung, neue Zusammenhänge zu verstehen und neues Wissen aufzubauen, empfand ich als sehr bereichernd.“
Denise Beichler
Fernstudium bedeutet nicht „allein studieren“
Ein Vorurteil begleitet Fernstudien hartnäckig: Man sitze allein vor dem Laptop, ohne echten Kontakt zu Kommiliton*innen. Katrin und Denise erleben das Gegenteil. Ihre Gruppe kommuniziert regelmäßig über WhatsApp, teilt Dokumente über Microsoft Teams und trifft sich in Online-Meetings. Die gegenseitige Unterstützung funktioniert – nicht weil sie vorgeschrieben ist, sondern weil sie sich organisch entwickelt hat.
„Wir sind wirklich ständig im Austausch, und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut und unkompliziert. Jede/r kann sich auf die anderen verlassen, und ich fühle mich in unserer Gruppe wirklich sehr wohl.“
Katrin Kosche
Denise hebt hervor, was diese Gemeinschaft besonders macht: die Unterschiedlichkeit der Menschen, die sich darin begegnen. Verschiedene Berufsbiografien, verschiedene Perspektiven, verschiedene Persönlichkeiten – das bereichert nicht nur die Gruppenarbeiten, sondern auch den persönlichen Horizont. Wer in einer Peergroup mit erfahrenen Praktiker*innen aus dem Gesundheitsbereich studiert, lernt mehr als das, was im Curriculum steht.
Auch die institutionelle Betreuung erfahren beide als ausgesprochen positiv. Mitarbeiter*innen der FERNFH reagieren zeitnah auf Anfragen, die Studiengangsleitung ist verlässlich ansprechbar, und das Gefühl, ernst genommen zu werden, ist für Katrin und Denise nicht Selbstverständlichkeit – sondern Qualitätsmerkmal.
Was sie anderen mitgeben würden, die noch überlegen? Katrin empfiehlt, sich zu Beginn in Ruhe zu orientieren, den Online-Campus kennenzulernen und frühzeitig eine eigene Planungsstruktur für Abgaben und Lernphasen zu entwickeln. Und: nicht zu viel Druck zu machen. Denise ergänzt, was sie selbst am meisten begleitet: sich Zeit lassen, hineinzuwachsen – und wissen, dass die anspruchsvollen Phasen nicht das Ende, sondern Teil des Weges sind.
„Auch wenn es Phasen gibt, die anstrengend oder herausfordernd sind: Dranbleiben lohnt sich. Jeder von uns hat solche Momente – entscheidend ist, weiterzumachen.“
Katrin Kosche
Was die Geschichten von Katrin und Denise vor allem zeigen: Ein Studium muss das eigene Leben nicht auf den Kopf stellen. Das Fernstudium an der FERNFH passt sich an – an Arbeitszeiten, familiäre Verpflichtungen und die kleinen und großen Unwägbarkeiten des Alltags. Die Flexibilität, die ein Fernstudium bietet, ist dabei kein netter Zusatz, sondern der eigentliche Kern: Lernen dann, wenn es geht, und dort, wo man gerade ist.









