Studierende Barbara Schön im Gespräch: Herkunft, Krankheit, Vollzeitjob – wenn der Wille zum eigenen Weg stärker ist.

16. Februar 2026

Fast 40, über 25 Jahre IT-Erfahrung und eine 40-plus-Stunden-Woche: Als Barbara Schön 2020 ihr Studium an der Ferdinand Porsche FERNFH begann, war sie keine klassische Studienanfängerin. Was sie aber hatte, war eine klare Vorstellung davon, dass Karriere kein vorgezeichneter Weg ist, sondern ein Pfad, den man selbst gestalten kann. Mehr dazu in ihrer Studierenden-Story.

Barbara Schön ist DevOps Engineer bei Springtime Technologies und begann nach dem Abschluss des Bachelors in Wirtschaftsinformatik ihr aktuelle Masterstudium Informationstechnologie (ITMA) mit Spezialisierung auf Data Science & AI ebenfalls an der Ferdinand Porsche FERNFH.

Wer mit ihr spricht, merkt schnell: Für sie ist dieses Studium weit mehr als eine akademische Zusatzqualifikation. Es ist eine Form von Selbstermächtigung. „Wenn man aus einer sozioökonomisch benachteiligten Schicht kommt“, sagt sie, „dann sind Bildungsinstitute wie die FERNFH extrem wichtig, um Zugang zum tertiären Bildungssystem zu bekommen – auch mit nicht-traditionellen Lebensläufen.“

Lebensnahes Fernstudium dank Praxisnähe & Anerkennung von Vorerfahrung

Was sie damit meint, ist keine abstrakte bildungspolitische Debatte. Es geht um reale Lebenswege. Um Menschen, wie sie, die nicht den klassischen Matura-Bachelor-Master-Pfad gehen, sondern Umwege, Pausen, Berufsjahre und Verantwortung mitbringen. An der FERNFH, so beschreibt sie ihr Studienerlebnis, wird diese mitgebrachte Erfahrung nicht als Abweichung betrachtet, sondern als Ressource. Berufspraxis zählt. Lebensrealität zählt. Kompetenz wird anerkannt. Oder wie es Barbara Schön selbst betont: „Auf der FERNFH wird sehr lebens- und praxisnah gelehrt und meine langjährige Erfahrung im IT-Bereich wird hier mit eingerechnet, statt nur strikte Zugangsvorgaben wie Matura.“

Der finale Entschluss zu studieren, fiel bei der IT-Expertin aus Niederösterreich nicht aus einer Laune heraus. Barbara suchte gezielt nach einer Möglichkeit, berufsbegleitend zu studieren – ohne klassische Präsenzpflicht, vereinbar mit einer Vollzeitstelle. Auf Studienmessen und in Beratungsgesprächen kristallisierte sich die FERNFH als jene Institution heraus, die ihr Modell mit ihrer Lebensrealität am besten in Einklang brachte. Ein Fernstudium, das Struktur bietet, ohne einzuengen. Verbindlichkeit, ohne Inflexibilität.

Cutting-edge IT-Studiengänge mit unmittelbarer Anwendbarkeit im Job

Zunächst absolvierte sie den Bachelor Wirtschaftsinformatik, danach folgte konsequent der nächste Schritt: der Master Informationstechnologie. Dort entschied sie sich für die Spezialisierung Data Science & AI, ergänzt um zahlreiche IT-Security-Fächer. „Genau diese Möglichkeit einer cutting-edge Studienrichtung, flexibel gestaltet, sodass ich auch meine Security Schwerpunkte setzen kann, waren Entscheidungskriterien [für den Masterstudiengang, Anm.der Redaktion].“

Was sie am Studium an der FERNFH besonders schätzt, ist die unmittelbare Anwendbarkeit. „Ehrlich, es gibt fast keine Lehrveranstaltung bis jetzt, wo ich im Berufs- und Privatleben nicht irgendeinen Aspekt anwenden konnte.“ Theorie bleibt nicht abstrakt, sondern wird Teil ihres Alltags – im Job, in Projekten, in Diskussionen. Ihre Begeisterung für die IT und ihre Studieninhalte ist spürbar, wenn sie über einzelne Lehrveranstaltungen spricht. „Jetzt im Master sind meine Lieblingsfächer Introduction to Computational and Artificial Intelligence sowie AI Assisted Engineering, weil sie fordernd sind und ich dabei sehr viel Neues lerne.“ Selbst Mathematik zählt mittlerweile zu ihren Lieblingsfächern. Mit einem Augenzwinkern erzählt sie vom „Krall’schen Optimierungs-Pudding“ – einer Erklärung für Optimierungsverfahren anhand eines Weihnachtspuddings, über den Soße fließt. „Noch nie hat mir wer Optimierung so logisch erklärt“, sagt sie. Es sind diese Momente, in denen hochkomplexe Inhalte im Studium an der Ferdinand Porsche FERNFH verständlich und beinahe spielerisch vermittelt werden, die bei ihr Eindruck hinterlassen.

Kritische Auseinandersetzung mit dem digitalen Trendthema KI

Besonders wichtig ist ihr jedoch der kritische Zugang zum Thema Künstliche Intelligenz, der im Masterstudium zum Tragen kommt: „Was ich besonders schätze: Sie [die Lehrenden der FERNFH, Anm. der Redaktion] zeigen, dass die KI-Welt eben nicht nur aus Tools wie ChatGPT besteht. Wir lernen, wie KI wirklich „tickt“, wie neuronale Netze funktionieren, welche Arten es gibt und wo die Grenzen und Fallstricke liegen. Das hilft mir enorm, aktuelle Trends und neue Produkte kritisch zu hinterfragen, statt jedem Hype hinterherzulaufen. […] An der FERNFH lerne ich aber auch, welche anderen Werkzeuge, Algorithmen und Methoden es gibt – und wie ich sie im Business-Kontext sinnvoll einsetzen kann für spezialisierte Systeme. Dieses breite, kritische Verständnis ist für mich das, was die FERNFH wirklich auszeichnet und was mich fit für die Zukunft im Beruf macht.“

Fernstudium erfolgreich meistern: Wenn Neugier auf Organisationstalent trifft

Die echte Leidenschaft für Themen der Digitalisierung ist es, die Studierenden im Studium antreiben. Aber neben dieser ist es vor allem auch eine gute Organisation, die die ITMA-Studierende im Studium erfolgreich macht. Und so auch bei der Barbara Schön: Ihr Alltag ist dicht getaktet. Rund 50 Stunden arbeitet sie pro Woche. Gelernt wird abends. „Ich komme meist erst um 18 oder 19 Uhr dazu zu starten.“ Montagabend ist Lerngruppen-Zeit via MS Teams. Dienstag bis Donnerstag wird an ESA-Arbeiten geschrieben, programmiert, an KI-Modellen für die Masterarbeit gearbeitet. Aber gerade auch am Wochenende ist fix Zeit für sich, Familie und Freunde und ihr Hobby, das Motorradfahren, eingeplant. Insgesamt investiert sie jedoch etwa 18 bis 20 Stunden pro Woche ins Studium. „Damit hat meine Woche schon rund 70 Arbeitsstunden“, gibt sie ehrlich an. „Da ist nicht viel Platz für anderes.“ Und doch klingt darin keine Klage. Eher eine bewusste Entscheidung. „Wenn man für sein Fachgebiet brennt und das Privileg einer Ausbildung zu schätzen weiß, dann ist das ein kleiner Preis.“

Krankheit & Studium? Möglich. Dank gelebter Flexibilität

Dass ein Studium nicht immer geradlinig verläuft, weiß sie aus eigener Erfahrung. Während beider Studien – Bachelor und Master – musste sie jeweils mit lebensbedrohlichen Erkrankungen umgehen. „Manchmal passiert das Leben im Leben eines Studierenden“, erzählt die Studierende rückblickend auf ihre herausfordernden Lebensphasen. In diesen erlebte sie die Ferdinand Porsche FERNFH als außergewöhnlich unterstützend. „Die FH hat mich beide Male durch die gesamte Zeit begleitet und mir die Möglichkeit gegeben, in meinem Tempo das Studium zu beenden, auch wenn ab und zu eine Unterbrechung nötig war.“

Sie spricht von Flexibilität, die über das Gewohnte hinausgeht, von offenen Ohren und echter Wertschätzung an der FERNFH: „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben, und ob es nun Gesundheit, Familie, Beruf, Auslandsaufenthalte waren, ich habe schon viele Situationen bei mir, und auch bei Komiliton*innen gesehen, wo die FERNFH über das gewohnte Maß an Flexibilität einer Bildungseinrichtung hinaus gegangen ist.“

Von der Einzelkämpfer*innen zur Teamplayer*in. Gemeinsam im Fernstudium wachsen

Ein Studium ist immer ein Commitment, einen Teil der eigenen Kraft und Zeit in die eigene Entwicklung zu stecken, wodurch man im Gegenzug viel gewinnen kann. Vielleicht manchmal mehr als man es sich zu Beginn einer Hochschulkarriere vorstellen kann. Denn ein Fernstudium kann nicht nur Wissenswachstum auslösen. Gerade als Person scheint der eine oder die andere, so auch Barbara Schön, über sich hinaus zu wachsen: „Ich war früher eigentlich ein Einzelkämpfer“, sagt sie. „Aber das hat sich an der FERNFH grundlegend geändert.“ Aus digitalen Studi-Treffen, Campus-Tagen und unzähligen Online-Calls sind Freundschaften entstanden. „Mein Tipp an alle, die wie ich früher chronische Team-Building-Verweigerer waren: Lasst euch darauf ein! Ihr könnt Gruppen finden, die ihr sonst nie kennengelernt hättet, und genau diese Menschen können euch in Phasen, in denen die Motivation mal hängt, retten.“

Was bleibt, wenn man Barbara zuhört, ist nicht nur das Bild einer hochqualifizierten IT-Expertin. Es ist das Bild einer Frau, die ihren Weg bewusst gestaltet – trotz Herausforderungen, trotz Umwegen.

„Mein Studium an der FERNFH ist für mich viel mehr als ein akademischer Weg. Es ist die Chance, über meine Herkunft hinauszuwachsen, mein Leben selbst zu gestalten und zu erleben, dass ich gemeinsam mit anderen wirklich mehr erreichen kann, als ich je für möglich gehalten hätte.“

Vielleicht liegt genau darin die Essenz dieser ersten FERNFH-Studi-Story: Hinter jedem Fernstudium steht nicht nur ein Curriculum. Sondern ein Mensch mit Geschichte. Und manchmal ist Bildung genau der Ort, an dem diese Geschichte eine neue Richtung.