
Studierender Thomas Fister im Gespräch: Lebenslanges Lernen als gelebter Alltag
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Samstagmorgen. Während viele ausschlafen, loggt sich Thomas Fister in den Online-Campus ein – für sein drittes Studium. Denn für ihn ist Stillstand keine Option – jede neue Perspektive ist eine Investition in die eigene Entwicklung.
Mit 39 Jahren, einem vollen Berufsalltag zwischen Anstellung und Selbstständigkeit und bereits zwei abgeschlossenen Studien hätte Thomas Fister allen Grund gehabt, es dabei zu belassen. Stattdessen sitzt er heute wieder am Online-Campus der FERNFH – bereits zum dritten Mal. Nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Überzeugung und auch dem Wissen heraus, welchen Mehrwert kontinuierliche Weiterbildung für ihn persönlich und beruflich schafft.
Thomas Fister arbeitet in Wien im IT-Bereich – sowohl angestellt als auch selbstständig – und bewegt sich damit in einem Arbeitsumfeld, das wenig Raum für Stillstand lässt. Bildung versteht er dabei nicht als abgeschlossenen Lebensabschnitt, sondern als fortlaufenden Prozess, der sich über die Jahre hinweg weiterentwickelt. Seine Studienlaufbahn spiegelt genau diese Haltung wider: vom Bachelor über den ersten Masterabschluss bis hin zu einem weiteren Masterstudium, jeder seiner Schritte bewusst gesetzt und inhaltlich motiviert.
Sein Weg an der Ferdinand Porsche FERNFH begann 2016 mit dem Bachelorstudium Aging Services Management, gefolgt vom Masterstudium Wirtschaftsinformatik. Als einige Jahre später im Bereich Gesundheit der neue Master Digitales Gesundheitsmanagement vorgestellt wurde, fiel seine Entscheidung für ein weiteres Studium. Ausschlaggebend waren vor allem die thematischen Schwerpunkte „Twin Transformation“ und „Digitales Betriebliches Gesundheitsmanagement“ sowie ihre unmittelbare Relevanz für seine berufliche Praxis.
Zurück an die FERNFH
Besonders der Spezialisierungszweig „Twin Transformation“, der Nachhaltigkeit und Green IT miteinander verbindet, hat sein Interesse geweckt. Für Thomas handelt es sich dabei nicht um abstrakte Zukunftsbegriffe, sondern um Themenfelder, die bereits heute eine zentrale Rolle in seiner täglichen Arbeit spielen: „Das sind keine Trendthemen, die irgendwo am Rand mitlaufen, sondern Inhalte, die ich direkt mit meiner Arbeit in Verbindung bringen kann. Das macht einen echten Unterschied.“
Dass er sich noch einmal für ein Masterstudium entschieden hat, empfindet er dabei weniger als mutigen Schritt, sondern vielmehr als logische Fortsetzung seines bisherigen Weges. Die Studienorganisation als Fernstudium an der FERNFH, die Flexibilität und die Vereinbarkeit mit dem Berufsalltag waren ihm bereits vertraut. Darauf angesprochen erklärt er: „Ganz im Gegenteil muss ich eigentlich sagen, dass die Entscheidung leicht gefallen ist, weil ich weiß, dass sich das Studieren an der FERNFH durch die Flexibilität und Ortsunabhängigkeit perfekt in mein Leben einfügen lässt.“
Lernen, wann es passt
Wie sich lebenslanges Lernen konkret im Alltag gestaltet, zeigt sich bei Thomas Fister sehr praxisnah: Der Online-Campus ersetzt den klassischen Hörsaal, Lernmaterialien, Foren und digitale Bibliotheken sind jederzeit verfügbar. Während unter der Woche die beruflichen Verpflichtungen im Vordergrund stehen, verlagert sich das Lernen häufig auf das Wochenende in konzentrierten Phasen, die bewusst eingeplant werden.
Auch die Motivation schwankt dabei gelegentlich, doch Thomas hat für sich einen pragmatischen Umgang damit gefunden. So geht er damit um: „Bei mir bündeln sich die FH-To-dos verlässlich an den Wochenenden. Werktags bin ich von früh bis abends beruflich eingespannt, also bleibt dafür unter der Woche kaum Zeit. Aber das ist ok…, wenn die Motivation mal schwächelt, hilft ein kurzer Realitätscheck: Drei Folgen einer Streamingserie am Sofa wären die Alternative. Und gemessen daran ist das Investment in die eigene Bildung dann doch die klar bessere Wahl.“
Ein Studium am Puls der Zeit
Als Teil des ersten Jahrgangs im Masterstudium Digitales Gesundheitsmanagement erlebt er die Inhalte als besonders aktuell und dynamisch. Die Lehrveranstaltungen greifen Themen auf, die sich laufend weiterentwickeln, von Künstlicher Intelligenz über Innovationsmanagement bis hin zu Fragen der digitalen Transformation im Gesundheitswesen. Wie sich das auswirkt, zeigt sich für ihn deutlich: „Das Studium fühlt sich dadurch anders an – lebendiger, näher an dem, was gerade wirklich passiert.“
Besonders hebt er die enge Verbindung zwischen theoretischen Inhalten und deren praktischer Anwendung hervor. Viele der behandelten Themen finden sich direkt in seinem beruflichen Alltag wieder.
Wenn es intensiv wird
Als besonders fordernd beschreibt er die Phasen, in denen mehrere Anforderungen gleichzeitig zusammenkommen, insbesondere rund um die Abschlussarbeiten. Wenn berufliche Aufgaben, laufende Lehrveranstaltungen und die Masterarbeit parallel laufen, ist ein gutes Zeitmanagement entscheidend. Wie er damit umgeht, bringt Thomas auf den Punkt: „Ich kann eigentlich nur sagen, das Einzige, was hilft, ist sich konsequent 2-3 Tage zu blocken und hinzusetzen. Gedanken von Selbstmitleid innerlich killen, kleine Erfolge feiern und so motiviert bleiben. Das Ende immer im Blick haben.“
Zudem betont er, wie wichtig der Austausch mit Mitstudierenden ist. Trotz räumlicher Distanz entsteht ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen eines berufsbegleitenden Studiums.
Was bleibt
Drei Studiengänge hinterlassen ihre Spuren, vor allem in der Art und Weise, wie man auf Themen blickt. Thomas beschreibt, dass sich sein Zugang über die Jahre hinweg verändert hat: Fragestellungen werden differenzierter betrachtet, Zusammenhänge bewusster wahrgenommen und Entscheidungen reflektierter getroffen: „Das Studium ist eine wertvolle Ergänzung zu dem, was ich beruflich mache. Neue Themenfelder und Perspektiven kommen dazu, vieles bekommt eine zusätzliche Tiefe. Man hinterfragt Dinge anders, ordnet sie besser ein und das merkt man dann durchaus auch in der Praxis.“
Lebenslanges Lernen bedeutet für ihn daher nicht, möglichst viele Abschlüsse zu sammeln, sondern sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und offen für neue Perspektiven zu bleiben. Für alle, die überlegen, selbst ein Studium zu beginnen, hat er eine klare Einschätzung: „Der perfekte Zeitpunkt zum Starten existiert nicht… und deshalb ist er immer ‚jetzt‘. Wer sich ernsthaft damit auseinandersetzt, hat den ersten Schritt eigentlich schon gemacht. Und einmal begonnen, geht es schneller als man denkt. Rückblickend fragt man sich wirklich, wann die Semester eigentlich verflogen sind.“
Am Ende bleibt weniger der einzelne Abschluss als vielmehr die Haltung dahinter: die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen – Schritt für Schritt.
Was bleibt, wenn man Thomas‘ Geschichte liest, ist das Bild eines Menschen, der seinen Weg mit Klarheit gestaltet. Ein Mensch, der verstanden hat, dass Bildung nicht mit einem Abschluss endet. Sie fängt dort erst richtig an.









