Klimaschutz alltagstauglich kommunizieren: CoClimA beim 26. Österreichischen Klimatag in Wien

17. April 2026

Das Forschungsteam Projekts CoClimA-Projekts an der FERNFH präsentierte am 09. April 2026 beim 26. Österreichischen Klimatag aktuelle Projektergebnisse. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Klimaschutzmaßnahmen so kommuniziert werden können, dass sie im Alltag nachvollziehbar, akzeptiert und tatsächlich umgesetzt werden.

Die Teammitglieder des CoClimA-Projekts der Ferdinand Porsche FERNFH waren am 26. Österreichischen Klimatag in Wien vertreten und stellten die aktuellen Ergebnisse zur alltagsnahen Klimakommunikation vor.

Projektmitarbeiterin Pia Pototschnig stellte die Ergebnisse im Rahmen der wissenschaftlichen Session „Innovatives Format“ vor und wurde dabei von Projektleiterin Birgit Teufer begleitet. Im Zentrum des Beitrags stand die Frage, wie sich Klimaschutzmaßnahmen so vermitteln lassen, dass sie nicht nur verständlich sind, sondern auch konkrete Veränderungen im Alltag anstoßen. Der 26. Österreichische Klimatag bot dafür den wissenschaftlichen Rahmen, um aktuelle Forschungsergebnisse einem interdisziplinären Publikum zu präsentieren und zu diskutieren.

Durch Storytelling-Elemente und den aktiven Einbezug des Publikums wurde das klassische Vortragsformat bewusst aufgebrochen. Ausgangspunkt war die fiktive Persona Claudia, anhand derer anschaulich gezeigt wurde, wie CO₂-Emissionen in verschiedenen Lebensbereichen entstehen und wo individuelle Einsparpotenziale liegen. Damit wurde ein praxisnaher Zugang gewählt, der komplexe Zusammenhänge im Alltag greifbarer machen sollte.

Klimakommunikation zwischen Alltag und strukturellen Rahmenbedingungen

Ein zentrales Ergebnis des Vortrags betrifft den Bereich Mobilität: Gerade für viele Menschen im ländlichen Raum liegt hier das größte Einsparpotenzial, insbesondere durch die Reduktion der täglichen Autonutzung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass individuelle Handlungsspielräume häufig eingeschränkt sind. Fehlende Alternativen, lange Wege und eine unzureichende Infrastruktur erschweren klimafreundliche Entscheidungen im Alltag.

Wirksame Klimakommunikation setzt daher an zwei Ebenen an: Sie muss konkrete, realistische Handlungsschritte aufzeigen und gleichzeitig die Bedeutung geeigneter struktureller Rahmenbedingungen betonen, die klimafreundliches Verhalten unterstützen. Genau hier setzt das CoClimA-Projekt der Ferdinand Porsche FERNFH an, indem es wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Kommunikationsansätzen verbindet.

Fachlicher Austausch und neue Impulse für die Projektarbeit

Die anschließende Diskussion mit dem Fachpublikum zeigte, wie wichtig das Zusammenspiel von individuellen Entscheidungen und politischen bzw. infrastrukturellen Maßnahmen ist. Der Austausch beim Klimatag war für das Forschungsteam der eine wertvolle Gelegenheit, Projektergebnisse zu präsentieren, zu reflektieren und neue Impulse für die weitere Projektarbeit zu gewinnen. Gleichzeitig unterstreicht die Teilnahme die Einbindung der FERNFH in aktuelle wissenschaftliche Diskurse zur Klimakommunikation und nachhaltigen Transformation.


Über das Projekt CoClimA

Das Forschungsprojekt CoClimA – Gemeinschaften Klimabündnis der FERNFH untersucht, wie gemeinschaftliches Engagement klimafreundliches Verhalten in Regionen beeinflusst. Weitere Informationen zum Projekt findest du auf der Projektseite: https://www.fernfh.ac.at/forschung/forschungs-und-entwicklungsprojekte/gemeinschaften-klimabuendnis-coclima/