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Dein innerer Saboteur und wie du zu mehr Leichtigkeit (im Studium) findest
Man möchte anfangen – und tut es doch nicht. Man will vorankommen – und blockiert sich selbst. Diese Situationen kennen viele Menschen. Die Studierendenvertretung und das Alumni-Netzwerk der Ferdinand Porsche FERNFH luden zu einem Online-Impulsvortrag, der den Blick nach innen richtete: Woher kommt Selbstsabotage, und wie können wir lernen, uns selbst nicht länger im Weg zu stehen?
Der Vortragende Wolfgang Dallavia, Mentor und seit über 25 Jahren als ganzheitlicher Gesundheitspraktiker in Österreich tätig, führte die Teilnehmenden bei dieser Veranstaltung in die Welt innerer Muster und Schutzmechanismen.
Woher Selbstsabotage kommt und warum sie uns beim Lernen behindert
Mit einer Mischung aus Körperarbeit und Elementen der Psychologie sowie der chinesischen Medizin erklärte Dallavia, wie sogenannte innere Muster entstehen: als Schutzreaktionen aus Kindheit oder früheren Erfahrungen. Diese wollen uns vor Schmerz, Scham oder Überforderung bewahren, schränken uns im Erwachsenenalter aber häufig ein.
Drei Muster, „Saboteure“, standen dabei im Fokus:
- Der Perfektionist – verlangt zu viel, zweifelt ständig und verhindert oft, überhaupt anzufangen.
- Der Antreiber – arbeitet über Druck, ignoriert Grenzen und hält das System im Dauerstress.
- Der Vermeider – schiebt auf und schützt vor unangenehmen Gefühlen, sabotiert aber Fortschritt.
Diese Saboteure seien keine Gegner, betonte der Vortragende, denn sie wollen uns schützen – aber mit Strategien von gestern. Der Schlüssel liege darin, die dahinterliegenden Gefühle wahrzunehmen, statt gegen die Muster anzukämpfen, denn nur so versteht man die innere Logik und es kann ein Weg zur Veränderung öffnen.
Vom inneren Kampf zur inneren Kooperation – Einsichten aus der Diskussion
In der anschließenden Fragerunde zeigten die Teilnehmenden, wie alltagsnah das Thema ist: Wie wird aus einem inneren Saboteur ein Verbündeter? Wie verändert man Muster, die seit Schulzeiten funktionieren? Und wie gelingt der Ausstieg aus Überforderung oder Zusammenbruch?
Die Antworten waren natürlich sehr individuell, dennoch kristallisierten sich zentrale Erkenntnisse heraus:
- Innere Saboteure schützen häufig verletzliche, nicht gesehene oder beschämte Teile von uns.
- Veränderung beginnt mit Selbstkontakt: innehalten, wahrnehmen, aufschreiben, reflektieren.
- Der Weg führt nicht über Kampf, sondern über Freundlichkeit sich selbst gegenüber.
- Selbstfürsorge – im Sinne von Empathie, Pausen, bewusster Aufmerksamkeit – ist zentral.
- Zusammenbrüche können Wendepunkte sein: Wenn alte Schutzmauern bröckeln, entsteht Raum für Heilung.
- Jeder Veränderungsprozess erfordert Geduld
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Wolfgang Dallavia ist Yoga-Lehrer, Mentor und beschäftigt sich intensiv mit Naturheilkunde. Seit über 20 Jahren begleitet er Menschen in persönlichen und beruflichen Umbruchsphasen – von Trennung über Erschöpfung bis hin zur Neuorientierung. In seiner Arbeit verbindet er westliche und östliche Ansätze, um innere Saboteure zu erkennen und in Klarheit, Motivation und Flow zu verwandeln. Mehr über Wolfgang Dallavia: lebenimfluss.at

Die Studierendenvertretung der FERNFH
Die Studierendenvertretung der FERNFH setzt sich aktiv für die Interessen aller Studierenden ein – unabhängig davon, ob sie gerade erst angefangen haben oder schon auf der Zielgeraden sind. Sie organisiert Veranstaltungen, vertritt die Anliegen der Studierenden und schafft Raum für Austausch und Vernetzung. Mehr über ihre Arbeit findest du auf der Website der Studierendenvertretung.

Alumni-Netzwerk der FERNFH
Das Alumni-Netzwerk der FERNFH bietet Absolvent*innen, Studierenden und Lehrenden eine Plattform für lebenslanges Lernen, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Mit Events, Fachimpulsen und einer starken Community bleibt der Kontakt zur FERNFH lebendig – auch lange nach dem Abschluss. 2025 feiert das Netzwerk sein 10-jähriges Bestehen. Mehr Informationen findest du auf der Website des Alumni-Netzwerkes.
