Positively Purple: FERNFH setzt Zeichen für Inklusion und Chancengerechtigkeit

03. Dezember 2025

Am 3. Dezember leuchten weltweit Gebäude in violettem Licht – auch die Ferdinand Porsche FERNFH beteiligt sich am internationalen Positively Purple Day. Mit dieser Initiative setzt die Hochschule ein sichtbares Zeichen für Inklusion, Barrierefreiheit und die ökonomische Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Mag.ᵃ Astrid Braun und Nicole König, BA MSc, aus dem GG&D-Ausschuss der FERNFH, erklären die Bedeutung dieses Engagements.

Bildung als Grundlage für Selbstbestimmung

„Die FERNFH steht für Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion. Daher ist es für uns selbstverständlich, Teil dieser wichtigen Initiative zu sein“, betont Mag.ᵃ Astrid Braun. Die Positively-Purple-Initiative gehe dabei weit über symbolische Gesten hinaus. „Es geht nicht nur darum, Menschen mit Behinderung für einen Tag ins Scheinwerferlicht zu holen. Vielmehr wird die ökonomische Selbstbestimmung von Menschen betont – und diese geht immer mit Bildung Hand in Hand.“

Als Hochschule setzt die FERNFH genau hier an: beim konsequenten Abbau von Bildungsbarrieren. „Was bauliche Barrieren am Campus in Wiener Neustadt und digitale Barrieren im Online-Campus anbelangt, sind wir bereits sehr weit“, erklärt Braun. Doch die FERNFH möchte noch einen Schritt weitergehen und eine Willkommenskultur auf allen Ebenen etablieren, um potenzielle Studierende und Mitarbeitende aktiv ansprechen zu können.

Gelebte Inklusion im Studien- und Arbeitsalltag

Die Praxis zeigt, wie ernst die FERNFH dieses Anliegen nimmt: Die Hochschule unterstützt Student*innen durch flexible Prüfungszeiten, stellt Leseunterstützungen wie spezielle Lampen für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen bereit und richtet individuelle Arbeitsplätze ein. Zudem fokussiert sich die FERNFH in diesem Studienjahr auf das Thema „Sprache“ durch verschiedene Formate wie Filme, Vorträge und Workshops.

„Wenn uns Barrieren begegnen, lösen wir diese auf individuelle Weise – sei es bei der Arbeit mit Kolleg*innen oder bei Studierenden“, erläutern Braun und König. Das Ziel sei jedoch, Barrieren bereits im Vorfeld zu identifizieren und aus dem Weg zu räumen. Die Offenheit und Studierendenzentriertheit der FERNFH ermöglichen diese flexible und unbürokratische Unterstützung. Die Ansprechpersonen der Studiengänge und der GG&D-Ausschuss stehen dafür jederzeit zur Verfügung.

Eine Kultur des Miteinanders

Zum Positively Purple Day wünschen sich die Vertreterinnen des GG&D-Ausschusses vor allem eines: „Dass die FERNFH ihre Werte und eine offene Willkommenskultur tagtäglich lebt und wir gemeinsam kleine Schritte in Richtung Inklusion und Barrierefreiheit gehen, damit dies für uns alle selbstverständlich wird.“ Der Mehrwert sei dabei für alle spürbar – beruflich, akademisch und persönlich.

Über die formale Bedeutung hinaus hat der Tag für Astrid Braun auch eine persönliche Dimension: „Wir verleihen Menschen eine Stimme und lenken den Scheinwerfer auf ihre Herausforderungen, da sie in vielen Bereichen des Lebens, Arbeitens und Studierens ausgeschlossen oder eingeschränkt sind.“ Der Positively Purple Day strecke die Hand aus, heiße Menschen willkommen und unterstütze sie dabei, vollwertiger Teil der Gesellschaft zu sein. „Wir als Gesellschaft können nur gewinnen, wenn wir miteinander agieren, denken, arbeiten und studieren – also miteinander leben.“