Gemeinschaften-Klimabündnis (CoClimA): Engagierte Bürger*innen erarbeiten Maßnahmen für den gemeinsamen Weg zur klimafreundlichen Gemeinde

Im Citizen-Science-Projekt „CoClimA“ entwickeln und testen 11 Vereine und Organisationen gemeinsam mit Forschenden klimafreundliche Maßnahmen für ihren Alltag. Untersucht wird, wie diese in Gemeinschaften wirken.

Klimafreundliches Verhalten entsteht selten im Alleingang – es wird durch Gemeinschaften geprägt. Genau hier setzt das Forschungsprojekt an: es begleitet lokale Gruppen (Vereine und Organisationen) dabei, klimafreundliche Ideen in ihren bestehenden Strukturen umzusetzen und deren Wirkung zu analysieren.

Bestehende Mitglieder dieser Gruppen werden animiert als Citizen Scientists (forschende Bürger*innen) das Projekt zu unterstützen und ihr Verhalten und Handeln in Bezug auf den Klimaschutz zu reflektieren.

Durch gezielte Maßnahmen im Bereich Ernährung, Konsum, Mobilität und Energieverbrauch können sie ihren Vereins- und Organisationsalltag, aber auch ihr alltägliches privates Verhalten überdenken und anpassen.

Im Fokus steht dabei die Frage, wie neue Routinen angesichts bestehender sozialer Dynamiken und Gruppenormen entstehen können, wann klimafreundliches Handeln zur gemeinsamen Selbstverständlichkeit wird und wie praktikable Ansätze aussehen müssen, um von den Mitgliedern mitgetragen zu werden.

Gesellschaftlicher Wandel auf regionaler Ebene

Damit solche Routinen greifen können, braucht es Änderungen auf der Ebene, wo CO2-Emissionen tatsächlich und tagtäglich entstehen – denn die Senkung dieser Emissionen ist wesentlich für die Bekämpfung des Klimawandels.

Dieser Wandel passiert vor allem im Austausch mit anderen Menschen. Dabei werden Bürger*innen nicht als Einzelne gesehen, sondern als Teil einer Gemeinschaft. Wenn man zu einer Gruppe gehört, die nachhaltig denkt, verändert das automatisch die eigenen Gewohnheiten und das Verhalten im Alltag.

Unsere Forschung bei CoClimA konzentriert sich dabei vor allem auf die Veränderungen, die regional und lokal wirken – auf die Zusammenarbeit mit regionalen Organisationen in den  Regionen Römerland Carnuntum und KLAR! Region Mistelbach-Wolkersdorf. Zur Region Römerland Carnuntum zählen rund 30 Gemeinden und einige Katastralgemeinden, die KLAR! Region Mistelbach-Wolkersdorf umfasst drei Gemeinden und ein paar Katastralgemeinden.

Unsere Partnerorganisationen

Bestehende Mitglieder der Organisationen leisten in den betreffenden Regionen als Citizen Scientists – als forschende Bürger*innen – einen wesentlichen Beitrag im Projekt.

Teilnehmende Organisationen in der KLAR! Region Mistelbach-Wolkersdorf:

Teilnehmende Organisationen in der Region Römerland-Carnuntum:

Das Projektteam CoClimA

Engagierte Mitarbeiterinnen in den Regionen setzen sich aktiv für die Umsetzung der Projektziele ein, bauen den Kontakt zu den Vereinen auf, pflegen diesen laufend und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Das Team der FERNFH ist dabei in engem, regelmäßigem Austausch mit den regionalen Mitarbeiterinnen sowie den Projektpartner*innen von Joanneum Research und dem Institut für Höhere Studien (IHS) Wien.

Mitarbeiterinnen der FERNFH

Regionale Mitarbeiterinnen

  • Sonja Wirgler
    Projektmitarbeiterin, Ansprechpartnerin in der Region Römerland Carnuntum
  • Clarissa Balluch, BSc
    Projektassistentin, Ansprechpartnerin in der KLAR! Region Mistelbach-Wolkersdorf

Das gesamte Projektteam CoClimA v. L. n. R.: Hans-Peter Ellmer, Pia Riedl, Clarissa Balluch, Birgit Teufer, Karin Waldherr, Katharina Glöckel, Sebastian Seebauer, Barbara Hartl, Sonja Wirgler

Gefördert durch

Das Projekt CoClimA wird von der Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich – GFF NÖ gefördert. Projektnummer: FTI23-C-004

Als Citizen Science Projekt ist CoClimA auf der Plattform Österreich forscht vertreten. Die Plattform informiert über Forschungsprojekte, bei denen Büger*innen aktiv an wissenschaftlicher Forschung mitwirken.

 

Informationen & Details zum Projektablauf

Hier erfahren Sie mehr über den wissenschaftlichen Hintergrund, die Ziele und den Ablauf des Projekts.

Laufzeit
10/2024 - 09/2027

Konsortium

Institut für Höhere Studien (IHS)

Mag.a Dr.in Barbara Hartl, MA
weiter zum Profil auf der Website des IHS

Kira Abstiens, MSc
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Website
Joanneum Research

Mag. Dr. Sebastian Seebauer
Weiter zum Profil auf der Website des Joanneum Research

Hans-Peter Ellmer, MA
Weiter zum Profil auf der Website des Joanneum Research

Website

Publikationen & Präsentationen

Hier sammeln wir laufend Publikationen, Präsentationen und aktuelle Veröffentlichungen aus dem Projekt. Neue Inhalte werden laufend ergänzt und erscheinen jeweils am Anfang der Übersicht.

Regionale Personas: Typische Lebensstile im Vergleich

Sichtbar machen, wie sich der Alltag verschiedener Personen im ländlichen Raum auf ihren CO2-Fußabdruck auswirkt und wo individuelle Handlungsspielräume liegen.

Unsere Personas sind fiktive Beispielpersonen, die unterschiedliche Lebenssituationen darstellen. Sie helfen dabei, komplexe Themen rund um die Verringerung von CO₂-Emissionen verständlich und greifbar zu machen – anhand von alltäglichen Beispielen statt abstrakter Zahlen.

Regionale Personas im Radio

Im Rahmen des 26. Österreichischen Klimatags in Wien wurden unsere regionalen Personas auch im Ö1 Morgenjournal vorgestellt. Im Interview wird darüber gesprochen, wie die entwickelten Personas unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar machen und dabei helfen, CO₂-Emissionen im Alltag verständlicher und greifbarer zu machen.

Das vollständige Interview jetzt anhören: 

Personas

Hier findest du sechs Personas – drei aus jeder Region. Entdecke ihre unterschiedlichen Lebenssituationen und klicke auf eine Persona, um zu sehen, wie sie im Alltag CO₂-Emissionen einsparen kann.

Claudia, 37

Wolkersdorf im Weinviertel

CO₂-Emissionen:
12,6 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Mobilität

Praktische Tipps:

Mobilität
Kurzstrecken unter 3 km aktiv zurücklegen (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) – spart Geld und fördert die Gesundheit

Fahrgemeinschaften bilden – den Arbeitsweg mit Kolleg*innen aufteilen


Konsum
Kleidung Second Hand kaufen


Ernährung
Pflanzliche Milchalternativen testen – das Angebot ist vielfältig

Eier bewusst konsumieren und auf zertifizierte Bio-Qualität achten

Daniel, 21

Trautmannsdorf/Leitha

CO₂-Emissionen:
18,5 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Mobilität

Praktische Tipps:

Mobilität
Kurzstrecken unter 3 km aktiv zurücklegen (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) – spart Geld und ist gut für die Gesundheit

Fahrgemeinschaften bilden


Ernährung
1–3 fleischfreie Tage pro Woche einplanen

pflanzliche Proteinquellen wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen ausprobieren


Konsum
Reparieren statt ersetzen

Leihen statt kaufen

Andrea, 58

Siebenhirten

CO₂-Emissionen:
10,7 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Mobilität

Praktische Tipps:

Mobilität
Autofahrten möglichst bündeln oder öfter mit dem E-Bike fahren

Kurzstrecken unter 3 km zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen –spart Geld und ist gut für die Gesundheit


Ernährung
1–3 fleischfreie Tage pro Woche einplanen

Rindfleisch durch Geflügel oder pflanzliche Alternativen ersetzen

Eier und Milchprodukte bewusst konsumieren und auf zertifizierte Bio-Qualität achten

Ingo, 77

Rauchenwarth

CO₂-Emissionen:
14,0 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Konsum

Praktische Tipps:

Konsum
30-Tage-Regel vor größeren Anschaffungen: Brauche ich das wirklich?

Second-Hand-Angebote ausprobieren und Dinge im Bekanntenkreis tauschen

Reparieren statt ersetzen

Leihen statt kaufen


Ernährung
Konsum von Milchprodukten bewusst reduzieren

Eier bewusst konsumieren und auf zertifizierte Bio-Qualität achten

Kleinere Packungsgrößen kaufen, damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden

Gerda, 50

Schwadorf

CO₂-Emissionen:
9,4 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Wohnen

Praktische Tipps:

Konsum
30-Tage-Regel vor größeren Anschaffungen: Brauche ich das wirklich?

Second-Hand-Angebote ausprobieren und Dinge im Bekanntenkreis tauschen

Reparieren statt ersetzen

Leihen statt kaufen


Ernährung
Konsum von Milchprodukten bewusst reduzieren

Eier bewusst konsumieren und auf zertifizierte Bio-Qualität achten

Kleinere Packungsgrößen kaufen, damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden

Fabian, 30

Paasdorf

CO₂-Emissionen:
16,9 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Wohnen

Praktische Tipps:

Wohnen
Raumtemperatur um 1 °C senken und Schlaf- und Nebenräume kühler halten

Stoßlüften, statt die Fenster gekippt zu lassen

Geräte vollständig ausschalten, statt sie im Standby-Modus zu lassen

Ökostromanbieter prüfen und bei Bedarf wechseln


Mobilität
Fahrgemeinschaften bilden – den Arbeitsweg mit Kolleg*innen aufteilen


Ernährung
1–3 fleischfreie Tage pro Woche einplanen

Rindfleisch öfter durch Geflügel oder pflanzliche Alternativen ersetzen

Zentrale Erkenntnisse für unsere Beispielregionen

Mobilität hat großen Einfluss

Auch wenn in den Bereichen Ernährung, Wohnen und Konsum bewusst gelebt wird, kann Mobilität den persönlichen CO₂-Fußabdruck stark erhöhen. Vor allem häufiges Autofahren und Flugreisen verursachen viele Emissionen.

Viele kleine Entscheidungen machen einen Unterschied

Zum Konsum gehören nicht nur Einkäufe, sondern auch Freizeit, Urlaub oder Haustiere. Dadurch entstehen in diesem Bereich oft hohe Emissionen. Gleichzeitig gibt es viele Möglichkeiten, im Alltag CO₂ einzusparen.

Gewohnheiten zählen

Tägliche Gewohnheiten wie Autofahren, Fleischkonsum oder häufige Neukäufe beeinflussen den CO₂-Fußabdruck oft stärker als einzelne Ereignisse wie Flugreisen. Wer langfristig Emissionen reduzieren möchte, muss daher vor allem Alltagsgewohnheiten verändern.

Vergleich der Personas und Regionen

Die CO₂-Fußabdrücke der 20 Personas liegen zwischen 6,4 und 22,1 Tonnen CO₂e pro Jahr. Der österreichische Durchschnitt beträgt laut dem Fußabdruck-Rechner 13,6 Tonnen CO₂e pro Jahr.
Zwischen den beiden Regionen gibt es kaum Unterschiede:

  • Römerland Carnuntum: durchschnittlich 13,92 t CO₂e pro Jahr
  • KLAR! Mistelbach-Wolkersdorf: durchschnittlich 13,61 t CO₂e pro Jahr

Beide Regionen liegen damit nahe am österreichischen Durchschnitt.

 

Klima-Aktionen: Ideen aus der Praxis

Alltagsnahe und einfach umsetzbare Ideen für mehr Klimaschutz in deiner Region, deiner Gemeinschaft oder deinem Verein.

Unsere Personas sind fiktive Beispielpersonen, die unterschiedliche Lebenssituationen darstellen. Sie helfen dabei, komplexe Themen rund um die Verringerung von CO₂-Emissionen verständlich und greifbar zu machen – anhand von alltäglichen Beispielen statt abstrakter Zahlen.

Hier findest du einfach umsetzbare Ideen für mehr Klimaschutz – von Energie über Ernährung bis hin zu Mobilität und Konsum. Die Beispiele sollen dabei helfen, passende Maßnahmen für die eigene Region oder Organisation zu finden und neue Inspirationen für klimafreundliches Handeln zu geben.

Um unsere Partnerorganisationen bei der Auswahl passender Maßnahmen zu unterstützen, haben wir viele praktische Beispiele zusammengestellt. Die Klima-Aktionen sind in vier Bereiche gegliedert:

Personas

Hier findest du sechs Personas – drei aus jeder Region. Entdecke ihre unterschiedlichen Lebenssituationen und klicke auf eine Persona, um zu sehen, wie sie im Alltag CO₂-Emissionen einsparen kann.

Claudia, 37

Wolkersdorf im Weinviertel

CO₂-Emissionen:
12,6 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Mobilität

Praktische Tipps:

Mobilität
Kurzstrecken unter 3 km aktiv zurücklegen (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) – spart Geld und fördert die Gesundheit

Fahrgemeinschaften bilden – den Arbeitsweg mit Kolleg*innen aufteilen


Konsum
Kleidung Second Hand kaufen


Ernährung
Pflanzliche Milchalternativen testen – das Angebot ist vielfältig

Eier bewusst konsumieren und auf zertifizierte Bio-Qualität achten

Daniel, 21

Trautmannsdorf/Leitha

CO₂-Emissionen:
18,5 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Mobilität

Praktische Tipps:

Mobilität
Kurzstrecken unter 3 km aktiv zurücklegen (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) – spart Geld und ist gut für die Gesundheit

Fahrgemeinschaften bilden


Ernährung
1–3 fleischfreie Tage pro Woche einplanen

pflanzliche Proteinquellen wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen ausprobieren


Konsum
Reparieren statt ersetzen

Leihen statt kaufen

Andrea, 58

Siebenhirten

CO₂-Emissionen:
10,7 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Mobilität

Praktische Tipps:

Mobilität
Autofahrten möglichst bündeln oder öfter mit dem E-Bike fahren

Kurzstrecken unter 3 km zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen –spart Geld und ist gut für die Gesundheit


Ernährung
1–3 fleischfreie Tage pro Woche einplanen

Rindfleisch durch Geflügel oder pflanzliche Alternativen ersetzen

Eier und Milchprodukte bewusst konsumieren und auf zertifizierte Bio-Qualität achten

Ingo, 77

Rauchenwarth

CO₂-Emissionen:
14,0 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Konsum

Praktische Tipps:

Konsum
30-Tage-Regel vor größeren Anschaffungen: Brauche ich das wirklich?

Second-Hand-Angebote ausprobieren und Dinge im Bekanntenkreis tauschen

Reparieren statt ersetzen

Leihen statt kaufen


Ernährung
Konsum von Milchprodukten bewusst reduzieren

Eier bewusst konsumieren und auf zertifizierte Bio-Qualität achten

Kleinere Packungsgrößen kaufen, damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden

Gerda, 50

Schwadorf

CO₂-Emissionen:
9,4 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Wohnen

Praktische Tipps:

Konsum
30-Tage-Regel vor größeren Anschaffungen: Brauche ich das wirklich?

Second-Hand-Angebote ausprobieren und Dinge im Bekanntenkreis tauschen

Reparieren statt ersetzen

Leihen statt kaufen


Ernährung
Konsum von Milchprodukten bewusst reduzieren

Eier bewusst konsumieren und auf zertifizierte Bio-Qualität achten

Kleinere Packungsgrößen kaufen, damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden

Fabian, 30

Paasdorf

CO₂-Emissionen:
16,9 t CO₂e

Größtes Einsparungspotenzial
im Bereich Wohnen

Praktische Tipps:

Wohnen
Raumtemperatur um 1 °C senken und Schlaf- und Nebenräume kühler halten

Stoßlüften, statt die Fenster gekippt zu lassen

Geräte vollständig ausschalten, statt sie im Standby-Modus zu lassen

Ökostromanbieter prüfen und bei Bedarf wechseln


Mobilität
Fahrgemeinschaften bilden – den Arbeitsweg mit Kolleg*innen aufteilen


Ernährung
1–3 fleischfreie Tage pro Woche einplanen

Rindfleisch öfter durch Geflügel oder pflanzliche Alternativen ersetzen

FERNFH Projektteam

Kontakt

Allgemeine Anfragen können gerne an coclima@fernfh.ac.at gesendet werden.