Beate Ennemoser beantwortet im Rahmen der Initiative „Alumni.Erzählen.“ einige Fragen zum Fernstudium, gibt Einblicke in ihre Zeit an der FERNFH und erzählt wie sie das gelernte Know-how in ihre berufliche Praxis einbaut.
- Warum haben Sie sich damals für ein Studium an der Ferdinand Porsche FERNFH entschieden?
Schon lange hegte ich den Wunsch, ein Studium zu absolvieren. Als ich Jahre später meine Familienplanung abgeschlossen hatte und schon einige interessante berufliche Erfahrungen sammeln konnte, intensivierte ich meine Suche nach einem für mich passenden Studium, wobei „passend“ zwei Bereiche abdecken sollte – zum einen sollte das Thema Gesundheit eine Rolle spielen und zum anderen sollte mein betriebswirtschaftliches Interesse ebenfalls Berücksichtigung finden. Bei meiner Suche stieß ich auf die Ferdinand Porsche FERNFH. Ich nahm mir bewusst viel Zeit für die Auswahl und die Entscheidung für ein Studium, da ich mit drei kleinen Kindern und einer 20 Stunden Arbeitswoche alles sehr gut planen und organisieren musste. Dazu war ein hohes Maß an Flexibilität unumgänglich. Außerdem spielten die vergleichsweise sehr gut leistbaren Studiengebühren ebenso eine Rolle, wie die praktische Anwendbarkeit der Studieninhalte.
- Rückblickend, was war die größte Herausforderung während des Fernstudiums?
Ich bin leidenschaftliche Mutter und arbeite auch sehr gerne. Die größte Herausforderung stellte mit Sicherheit die Erhaltung der Work-Life-Study Balance dar. Ein gutes Zeitmanagement und eine gute Selbstführung waren und sind eine Notwendigkeit. Kleine Abweichungen vom Plan konnte ich aufgrund meiner Flexibilität und Spontanität gut ausgleichen. Manchmal musste ich mein schlechtes Gewissen im Zaum halten und mich auf meine Zielstrebigkeit verlassen.
- Was ist Ihnen aus Ihrer Zeit an der FERNFH besonders in Erinnerung geblieben?
Es gab sehr tolle Seminare und Workshops, die meine Reflexionsfähigkeit schulten und dadurch zu meiner Persönlichkeitsentwicklung wesentlich beitrugen. In einigen Lehrgängen war der Praxisbezug der zu erfüllenden Aufgaben und ESAs äußerst wertvoll. Aber am besten in Erinnerung sind die vielen anregenden und spannenden Diskussionen sowie die Freundschaften, die sich trotz der teilweise großen Distanzen gebildet haben. Wir treffen uns immer noch regelmäßig, wenn auch selten. Diese interessanten Menschen hätte ich ohne die FERNFH nie kennenlernen dürfen.
- Welche Bedeutung hatte das Fernstudium an der FERNFH für Ihre Karriere bzw. Ihre aktuelle berufliche Situation?
Ich denke, dass das Studium sehr großen Anteil an meiner derzeitigen Position hat. Ich hatte bisher meist das Glück, dass ich eine sehr fördernde Arbeitsumwelt hatte und meine Chefs meine Fähigkeiten entsprechend erkannten und förderten. Ich hatte erst kürzlich einen Beschäftigungswechsel. Diesen führe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf zurück, dass mein Lebenslauf recht interessant zu sein scheint und vermutlich auf einige vorhandene Softskills schließen lässt.
- Welche Kompetenzen bzw. Fähigkeiten werden in Ihrem Beruf oder Ihrer Branche zukünftig wichtiger?
Ich gehe davon aus, dass künftig vor allem die fortschreitende Technologisierung Flexibilität, Offenheit für Neues und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen erfordert. Neben den notwendigen fachlichen sind vor allem soziale Kompetenzen meiner Meinung nach sehr wichtig. In zwischenmenschlichen Beziehungen treten immer wieder Konflikte auf, deren Bewältigung und Schlichtung von einer Führungskraft erwartet wird.
- Welche drei Tipps können Sie angehenden Studierenden auf ihrem Weg mitgeben?
- Das Ziel nicht aus den Augen verlieren – es lohnt sich.
- Gute Organisationsfähigkeit und ein gutes Zeitmanagement sind von Vorteil.
- Das eigene Anspruchsniveau vielleicht etwas senken.
- Gibt es noch etwas, das Sie sagen wollen?
Nur Mut, wenn jemand sagt, das geht nicht, sind es deren Grenzen, nicht die eigenen.

