Unsere Studierenden im Portrait: Dominik Leitner

 

Leben in Peking, studieren in Österreich: Das macht die Ferdinand Porsche FernFH möglich. Qu Ruixin – auf Deutsch: Dominik Leitner – lebt in der chinesischen Hauptstadt Peking und studiert an der FernFH.

Die Chinesische Mauer besucht Dominik Leitner aus Teesdorf im Bezirk Baden häufig und gern. Aber die Unterlagen für sein Studium hat er auch dort mit. Zu dem beliebten Ausflugsziel kommt er relativ leicht, muss er doch „nur“ von Peking aus anreisen. Und obwohl er nun seinen Wohnsitz in die chinesische Hauptstadt verlegt hat, um bei seiner Partnerin zu leben, hat er sich nach dem Bachelorstudium auch noch für das Masterstudium Wirtschaftsinformatik an der Ferdinand Porsche FernFH entschieden.

Dominik Leitner ist 30 Jahre, stammt aus Teesdorf im Bezirk Baden in Niederösterreich und kann schon einen ansehnlichen Lebenslauf vorweisen. „Divers“, wie Leitner ihn selbst bezeichnet. Nach Gymnasium und HAK gleich als Sachbearbeiter in eine Spedition gewechselt, tritt er dann in die Fußstapfen seines Vaters als Gerichtsvollzieher im 15. Bezirk. Kein Job für immer, deshalb will Leitner die Ausbildung zum Fluglotsen machen. Er kommt in das Programm, als einer der acht von 600 Bewerbern, wie Leitner stolz erzählt, scheitert aber nach eineinhalb Jahren am praktischen Teil der Ausbildung. So versucht er sein Glück im Casino Baden – als Croupier. Neben Black Jack, Roulette und Poker setzt er aber auch auf Bildung – und absolviert das Bachelorstudium Wirtschaftsinformatik an der Ferdinand Porsche FernFH: „Ein Präsenzstudium wäre mir im Casino nebenbei nicht möglich gewesen, deshalb das Fernstudium.“

Als er bei einem Urlaub in Peking seine jetzige Freundin, Qu Jing, kennenlernt, entscheidet er sich, zu ihr nach China zu ziehen. In Peking lebt er jetzt fünf Minuten mit der U-Bahn von der verbotenen Stadt entfernt. „Ich wollte meine Zeit in China nutzen und habe deshalb das Masterstudium angehängt. Ein Master bringt einen noch weiter“, ist er überzeugt. Dominik Leitner – oder Qu Ruixin, wie seine Freundin ihn auf Chinesisch nennt – lernt jetzt nebenbei intensiv die Landessprache, arbeitet als Deutschlehrer, als Übersetzer oder virtueller Assistent: „Viel Kleinarbeit, was halt so kommt, aber es reicht fürs Auskommen.“

Ansonsten konzentriert er sich auf das Studium an der FernFH. Die langen Flüge zu den Präsenztagen hier in Österreich nutzt er gleich zur Kontaktpflege, auch muss regelmäßig das Visum erneuert werden. Die Herausforderungen mit „der schrecklichen Internetzensur in China“, so Leitner, konnte er geschickt mit einem VPN-Netzwerk regeln, sodass er auch aus Peking gut auf den Online Campus der FernFH und alle Kommunikationsmöglichkeiten zugreifen kann: „Langsamer ist es halt. Aber selbst gewählt. Wahrscheinlich wäre es in jedem andern Land der Welt leichter. Außer in Nordkorea vielleicht“, sagt der FernFH-Student mit einem Augenzwinkern.